Wann spricht man von Flucht im Sinne von § 112 Abs. 2 Nr. 3 StPO?

Wann spricht man von Flucht im Sinne von § 112 Abs. 2 Nr. 3 StPO?

Beschuldigter
Flucht im Sinne von § 112 Abs. 2 Nr. 3 StPO

Ein Flüchtiger ist ein Beschuldigter, der sich mit dem Ziel und der Wirkung ins Ausland absetzt, für Ermittlungsbehörden und Gerichte unerreichbar und ihrem Zugriff auch wegen der zu erwartenden Strafvollstreckung entzogen zu sein.

Verborgen hält sich ein Beschuldigter, der unangemeldet, unter falschem Namen oder an einem unbekannten Ort lebt, um sich einem Strafverfahren zu entziehen (Meyer-Goßner, StPO, § 112 Rn. 13).

Flucht

Die Flucht ist anzunehmen, wenn ein Beschuldigter sich von seinem bisherigen räumlichen Lebensmittelpunkt absetzt, um für die Strafverfolgungsbehörden und das Gericht in dem gegen ihn anhängigen Verfahren unerreichbar, nicht zugreifbar zu sein.

Flüchtig ist danach vor allem, wer, um unerreichbar zu sein, seine Wohnung verlassen hat, ohne eine neue zu beziehen (KG Berlin 1.3.13, 4 Ws 14/13, 4 Ws 14/13 – 141 AR 685/12, Abruf-Nr. 140441).

Haftgrund

Ein Haftgrund der Fluchtgefahr hat gegenüber einem Haftgrund der Verdunkelungsgefahr den Vorteil, dass die Verteidigung durch aktive Maßnahmen daran mitwirken kann, ein für den Betroffenen positives Ergebnis herbeizuführen.

Denkbar sind etwa die Außervollzugsetzung eines Haftbefehls gegen die Gestellung einer Kaution.

Ermittlungs-
behörden

Bevor jedoch über die Aspekte detailliert mit den Ermittlungsbehörden bzw. dem Ermittlungsrichter diskutiert wird, könnte zuvor mit www.haftkaution.com Kontakt aufgenommen werden.

Bevor jedoch über die Aspekte detailliert mit den Ermittlungsbehörden bzw. dem Ermittlungsrichter diskutiert wird, könnte zuvor mit www.haftkaution.com Kontakt aufgenommen werden.

Die Rechtsprechung hierzu ist umfangreich und ausdifferenziert. Demgegenüber wird beim Vorwurf der Verdunkelungsgefahr regelmäßig von der StA eingefordert, der betroffene müsse sich umfangreich – und idealerweise auch geständig – zum Tatvorwurf einlassen. Der Beschuldigte mag nach einer solchen Vernehmung zunächst einmal wieder in Freiheit sein; die späteren Rechtsfolgen sind dann aber vielfach durch sein Geständnis vorgeprägt bzw. gar festgelegt.

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